Mamas Bordsteinkuchen

Wie in jeder Familie wird auch in meiner ein ganz besonderes Rezept gehütet. Die Geschichte hinter diesem Kuchen ist dabei so offensichtlich wie sein Name selbst. Seit er vor mehr als 10 Jahren das erste Mal aus Papas Händen direkt auf die Bordsteinkante fiel, wurde er mindestens 25 Mal in den unterschiedlichsten Varianten nachgebacken. Von Zeit zu Zeit landete er dabei entweder aus Versehen einmal mehr auf der Bordsteinkante oder weniger versehentlich als unglückliches Experiment im Biomüll.
Da sich Oma heute für einen Besuch angekündigt hat, habe ich mich mit der Hilfe von meinem kleinen Nachbarn Carl an Mamas traditionellen Rezept probiert und dabei die ein oder andere Zutat ein bisschen verändert. Während Carlchen jetzt überall im Gesicht mit Teig verkleckert ist, duftet es aus Mamas Ofen herrlich süß nach Himbeeren.

Zutaten
200g Butter
200g braunen Zucker (ich benutze Rohrohrzucker)
1 Prise Salz (oder noch besser Fleur de Sel)
4 Eier
200g Dinkelvollkornmehl
100g gemahlene Haselnüsse
50g gehackte Mandeln
1 Päckchen Backpulver
500g Aprikosen (für das traditionelle Rezept)
750g TK-Himbeeren (ich habe mich für die Beerenvariante entschieden)
50g gehobelte Mandeln

Zubereitung
Die tiefgekühlten Himbeeren über Nacht in einem Sieb auftauen lassen. Die zimmerwarme Butter mit dem Zucker und dem Fleur de Sel cremig rühren. Nach und nach die Eier unterschlagen. Das Mehl mit den Haselnüssen, den Mandeln und dem Backpulver vermischen, löffelweise unterrühren. Die Hälfte der Beeren vorsichtig beimischen.
Die runde Form mit Backpapier auslegen und mit Butter einfetten.
Den Teig in die Form füllen, glattstreichen und die restlichen Himbeeren auf der Teigoberfläche verteilen. Zum Schluss mit den Mandelplättchen bestreuen und bei 150° C Umluft im Ofen ausbacken. Etwa 10 min vor Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken.
Den Kuchen nach dem Backen in der Form abkühlen lassen und erst dann herausnehmen und mit Puderzucker bestäuben.

Ich bin schon sehr gespannt auf das erste Stück meiner beerigen Variante unseres traditionellen Familienrezepts!
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2 Comments

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    • 2
      ohmoiselle

      Ich freue mich dass du fragst! Durch die Tk-Beeren wurde er in der Mitte sehr saftig und hat auch fantastisch geschmeckt. Wer den Kuchen aber gerne transportieren möchte, sollte sich für eine Variante mit frischen Beeren entscheiden.

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