Meine Leseliste für den Herbst

Zum Einzug in meine neue Wohnung (huch hab ich das etwa noch nicht erwähnt?) habe ich mir einen großen Stapel Bücher geschenkt. Außerdem habe ich mir mit diesem Regal und selbstgenähten Bezügen für meinen Vintage Lehnstuhl einen kleinen Traum erfüllt. Ich gestehe, keine Ahnung, ob ich in den nächsten Wochen so viel Zeit in meinem gemütlichen Wohnzimmer mit Lesen verbringen werde, wie ich mir das gerade vorstelle.

Aber es ist trotzdem ein unglaublich schönes Gefühl, dass ich den Stapel Buch für Buch in mein Regal einsortieren werde und er mir von dort aus Gesellschaft beim Warten leistet. Übrigens stolpere ich über interessante Bücher für meine Leseliste nicht gerade selten in Charity Shops. Manchmal verbringe ich auch ganze Vormittage in der Stadtbücherei. Denn lets be real, die schönsten Bücher sind die mit Vergangenheit. Im Herbst freue ich mich also schon auf:

Meine herbstliche Leseliste: Was ich in der nächsten Zeit lesen werde

„Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ von Helen Fielding

Die hinreißend komische Fortsetzung der Weltbestseller „Schokolade zum Frühstück“ und „Am Rande des Wahnsinns“ habe ich mir streng genommen nicht selbst geschenkt. Meine Mama hat das faszinierende Talent, die hinreißendsten Romane aus diesen gruuuuuseligen Wühlkisten auf Flohmärkten hervorzuzaubern. Oh my, da hab selbst ich Hemmungen. Dank ihr sammeln sich die Funde in meinem Schlafzimmer in der Wohnung meiner Eltern aka Abstellkammer der gesamten Familie. Von Zeit zu Zeit verschwindet eines dieser Bücher auf fragwürdige Weise und taucht -ups- wenig später in meiner Wohnung wieder auf. Sorry, Mama.

Goldmann 2014, 512 Seiten, 9,99 € über Weltbild

„Das kleine große Glück“ von Lucy Dillon

Ein zweites Mal auf der Leseliste. Dieses Buch habe ich am Anfang des Jahres schon einmal gelesen, weil es von einem Neuanfang erzählt, von Überraschungen, von der Liebe und von dem Entschluss, nur 100 Dinge aus einem vorherigen Leben zu behalten. Im Januar stellte ich mit Erschrecken fest, dass einige Dinge, die sich im Laufe der Zeit in Berlin angesammelt haben, gar nicht mehr so richtig zu meiner Vorstellung von meinem Leben, zu mir, passen. Während ich mich der Herausforderung stellte, mich von dem ein oder anderen Stück zu trennen, begleitete mich die Geschichte von Gina Bellamy, die ihr altes Leben mit 33 Jahren komplett über den Haufen wirft und erkennt, was wirklich wichtig ist. Jojo Moyes bezeichnet den Roman als „Bittersüß, wunderschön und lebensbejahend“.

Goldmann 2014, 541 Seiten, 8,99€ über Weltbild

„Still Alice – Mein Leben ohne gestern“ von Lisa Genova

Ich habe eine stille Vereinbarung mit mir selbst, die es mir unmöglich macht, die Verfilmung von „Still Alice“ anzusehen, ohne den Roman gelesen zu haben. Gelobt wird das Debüt der Neurologin Lisa Genova als ein Drama im besten Sinne, das keine leichte Kost sei, aber Stoff zum Nachdenken biete. Die Nummer 3 auf meiner herbstlichen Leseliste.

Bastei Lübbe 2015, 320 Seiten, 9,99€ über Luebbe

„Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick

Ich habe vor diesem Buch ein wenig gezögert, weil ich bei dem Cover, das einen dieser weinenden Harlekins im Regen zeigt, sofort zu frösteln begann. Ein solches Buch auf meiner Leseliste für den Herbst? Die Anleitungen des Autoren dieses amüsanten Gegenentwurfs zur gängigen Ratgeberliteratur Paul Watzlawick nicht zu befolgen, sei -so der Disclaimer auf der Rückseite des Einbands- der erste Schritt zum Glück. Gedanklich versetzte mich das Buch in die achte Klasse zurück. Damals fragte man uns im Rahmen eines Schreibwettbewerbs, was „Glück“ sei. Noch immer halte die naseweisen Definitionen der 13 Jährigen, die wir nunmal waren, für sehr klug.

An eine Geschichte erinnere ich mich besonders. Überraschenderweise nimmt sie in gewisser Weise Bezug auf die Worte des Psychologen Fjodor Michailowitsch Dostojewski, die auch das Buch Watzlawicks einleiten: „Was kann man nun von einem Menschen … erwarten? Überschütten Sie ihn mit allen Erdengütern, versenken Sie ihn in Glück bis über die Ohren, so daß an die Oberfläche des Glücks wie zum Wasserspiegel nur noch Bläschen aufsteigen, geben Sie ihm ein pekuniäres Auskommen, daß ihm nichts anderes zu tun übrigbleibt, als Lebkuchen zu vertilgen und für den Fortbestand der Menschheit zu sorgen – so wird er doch, dieser selbe Mensch, Ihnen auf der Stelle aus purer Undankbarkeit einen Streich spielen. Er wird sogar die Lebkuchen aufs Spiel setzen und sich vielleicht den verderblichsten Unsinn wünschen, den allerunökonomischsten Blödsinn, einzig um in diese ganze positive Vernünftigkeit sein eigenes unheilbringendes phantastisches Element beizumischen. Gerade seine phantastischen Einfälle, seine banale Dummheit wird er behalten wollen“.

Piper 2009, 144 Seiten, 9,99€ über Piper

„Madame Picasso“ von Anne Gerard

Ich glaube an zweite Chancen. Das erste Mal hielt ich Gerards „Madame Picasso“ vor ein paar Monaten auf dem Berliner Hauptbahnhof in den Händen. Ich weiß nicht, was mich von dem Kauf abhielt. Ich habe es anschließend komplett vergessen, bis ich es neulich in meinem liebsten Charity Shop in Konstanz wiederfand. Damals liebte ich es, weil es im schillernen Paris der 1910er Jahre spielt und von der Suche nach einem neuen Leben und einer hingebungsvollen Liebe erzählt. Dass es sich bei den Liebenden um Pablo Picasso und seiner Muse handelt, tut der berührenden Geschichte hoffentlich keinen Abbruch. Hoffentlich.

Aufbau Verlag 2015, 478 Seiten, 12,99€ über Aufbau Verlag

„Fanny Holzbein“ von Kurz Bartsch

Hierzu bald mehr. „Fanny Holzbein“ komplettiert meine Leseliste für den Herbst.

Ullstein Verlag 2004, 236 Seiten, gebraucht über Buecher

Welche Bücher begleiten euch in den Herbst? Habt ihr auch eine Leseliste? Mein Stapel darf ruhig noch etwas wachsen….

Eure

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