Oh là là Oktober

Um ehrlich zu sein kann ich es kaum glauben, dass der November schneller kam, als es mir lieb ist. Als ich meine Oh là là Posts im Frühjahr begonnen habe, hatte ich keine Vorstellung, wie schnell jeder einzelne Monat verfliegen würde. Umso schöner fühlt es sich an, kurz durchzuatmen und mir den Oktober nochmal vor Augen zu führen. Vielleicht habt ihr meine Herbstliebelei vor ein paar Wochen gelesen. Dann wisst ihr ja auch, wie sehr ich den goldenen Oktober mit all seinen Farben und Eindrücken liebe.

Und hier bin ich. Samstag, der 5. November 2016.

Und hier sind all die Dinge, die mich durch die letzten 4 Wochen hinweg begleitet haben.

1 Meine Wohnung. Als ich sie das erste Mal nach meinen langen Semesterferien zuhause am Bodensee betrat, verliebte ich mich einmal mehr in meine eigenen kleinen 4 Wände. Während meiner Abwesenheit ist es inzwischen eine Tradition geworden, dass die beste Freundin meiner Mama ein paar Tage in Berlin verbringt. Im Oktober hat sie überall kleine Überraschungen in der Wohnung für mich verteilt und mir damit die allergrößte Freude gemacht.

2 Der große Stapel neben meinem Bett ist um ein paar Bücher gewachsen. Auf einige freue ich mich schon seit Monaten. Andere davon habe ich mir für mein Seminar in französischer Literaturwissenschaft von Fadoua ausleihen dürfen. Nachdem wir schon in der Schule Büchners Dantons Tod gelesen haben, war ich wirklich gespannt auf Stendhals Le Rouge et le Noir. Es gibt diese Momente, in denen ich es am liebsten in eine entfernte Ecke meines Schlafzimmers schmeißen möchte. Dann widerum lese ich weiter und komme kaum los von Henri Beyles langatmigen Beschreibungen über die Scheinheiligkeit der Französische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.

3 Ein Buch, das ich vor ein paar Tagen erleichtert von diesem Stapel auf mein weißes Bücherregal bewegt habe. Versteht micht nicht falsch, Philipp Tinglers überspitzte Darstellung der Schweizer High-Society in Schöne Seelen ist beinahe amüsant. Die irreparablen Katastrophen der Upperclass wirkten auf mich an gewissen Stellen trotzdem etwas befremdlich.

4 Meine Nähmaschine. Ein bisschen angestaubt war sie, als ich sie für mein OHMOISELLE Patches Kleid vom Schrank herunter beförderte. Damit ich ihr auch weiterhin ein bisschen mehr Aufmerksamkeit schenke, habe ich mir für die nächsten Wochen ein paar Projekte überlegt. Mein weißer Vintagelehnstuhl soll neue Bezüge bekommen. Am liebsten in diesem altrosa Samt.

5 Eine Konkurrenz für Outlander. Ich habe festgestellt, dass es sich schwieriger gestaltet als gedacht, eine Serie regelmäßig auf der VOX Mediathek zu verfolgen. Stattdessen habe ich auf Netflix Grand Hotel entdeckt. Ich weiß nicht, ob es die historischen Kostüme, die ungeklärten Morde oder die umwerfende Amaia Salamanca sind, die mich nicht mehr davon loskommen lassen.

6 Ein bisschen mehr Oh là là Berlin. Die Südafrikanerin Alice Phoebe Lou, die mit 18 Jahren ihre Heimat verließ, um in Berlin Straßenmusik machen. Ihre Geschichte klingt wie eine Tagträumerei, ihr Lied Orbit ebenfalls.

7 Dieser Cremeweiße Strickpullover und dieses Sternenarmkettchen

8 Ganz am Ende des Monats löste die wundervolle Ines von gruessevomsee ihren längst versprochenen Besuch bei mir ein. Bei all den vielen Dingen in Berlin konnten wir uns kaum für Etwas entscheiden. Übrigens teilen wir beide nicht nur unseren Geburtstag, sondern auch eine Obsession für bunte Washi Tapes, die kleinen Läden in den Hackeschen Höfen und romantische Filme mit John Corbett (als Aiden neben Mr. Big der einzige Mann mit einer wahren Chance auf Carrie Bradshaws Herz).

Das Alles war also mein Oktober. Wie war er für euch?

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Fotokredit: Veronika Herbst

 

 

 

2 Comments

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    • 2
      ohmoiselle

      Ja! Ich habe einfach total Lust auf eine kleine Veränderung in meiner Wohnung 🙂 ich bin so gespannt wie der alte Sessel im neuen Kleid aussieht.

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